Für Menschen mit jeder Art von Behinderung
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Ausbildung
Ausbildungsstruktur
Das zuständige Ministerium ist das österreichische Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur (BMBWK), die gesetzlichen Regelungen passieren jedoch auf (regionaler) Landesebene – im Stadtschulrat von Wien und in den Landesschulräten der Bundesländer. Daher können diese regional unterschiedlich ausfallen.
Die Ausbildungsstruktur sieht in Österreich folgendermaßen aus:
- Vorschule (5-6 Jahre)
- Pflichtschule (6-15): mit oder ohne Integration für Kinder mit verschiedenen Behinderungen
- Volksschule (6-10 Jahre)
- Hauptschule, Gymnasium (10-14 Jahre)
- Oberstufe: Gymnasium, berufsbildende (höhere) Schulen (14-18/19 Jahre)
- Universität, (Fach-)Hochschule, Akademie
Die schulische Betreuung von Kindern und Jugendlichen mit sonderpädagogischem Förderbedarf kann auf Wunsch der Eltern bzw. Erziehungsberechtigten entweder in einer der Behinderungsart entsprechenden Sonderschuleoder in integrativer Formin der Regelschule erfolgen.
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Die Integration von Kindern mit Behinderung wird in einer Studie, die von Irene Marihart im Rahmen ihrer Diplomarbeit im Schuljahr 2001/2002 durchgeführt wurde, beschrieben. Die Fragebögen wurden an 800 Schulen geschickt, von denen bekannt war, dass mindestens eine Integrationsklasse geführt wurde. Das Datenmaterial wurde freundlicherweise vom Bildungsministerium zur Verfügung gestellt. Die Auswertung der retournierten Fragebögen brachte folgende Erkenntnisse: der größte Anteil an Behinderung, die in den Nutzen der inklusiven Bildung kommen, sind Kinder mit mentaler Behinderung (11,8%) oder Lernbehinderung (9%), und nur ein kleiner Anteil ist von einer körperlichen Behinderung (3%), einer Sinnesbehinderung (0,7%) oder einer anderen schweren Behinderung (0,5%) betroffen.
Des weiteren wurden die Zugänglichkeit der Einrichtungen, die Teilnahmefrequenz in Leibeserziehung und der Ausbildungsstand der involvierten Lehrer/innen (ob sie eine Zusatzausbildung in APA oder Behindertensport oder von anderen pädagogischen oder medizinischen Mitarbeiter/innen unterstützt werden, etc.) untersucht.
Eine qualitative Auswertung von Meinungen und Einstellungen der Lehrer/innen oder Direktor/innen sollen die eingeschätzte (oder gewünschte) Qualität der sozialen Integration von Schüler/innen mit Behinderung aufzeigen. Einer der vielen Beispiele für erfolgreiche Integration lautete: „Erfolgreiche Integration passiert dann, wenn die Stärken eines jeden Kindes im Unterrichtsgeschehen zum Tragen kommen und Toleranz aller gegenüber den Schwächen (die meiner Meinung jeder hat) den eigenen und denen der anderen, geübt wird.“
Einige andere Aspekte, die auf erfolgreiche Integration aufmerksam machen, sind u.a. „wenn es für die anderen Kinder kein Problem darstellt, dass für die behinderten Kinder andere Regel gelten.“
Mehr zur Integration im Wiener Pflichtschulbereich (pdf)
Ausbildung für Lehrer/innen und Trainer/innen
Adapted Physical Activity (APA) ist Teil der Studien der Sportwissenschaften und des Lehramtsstudiums im Fach Bewegung und Sport, sowie in einigen Pädagogischen Akademien (PA) und Pädagogischen Instituten (PI), die für die Fort- und Weiterbildung der Lehrer/innen verantwortlich sind. In Österreich gibt es vier Institute für Sportwissenschaften - Wien, Salzburg, Innsbruck, Graz – und mehrere Pädagogische Akademien und Institute in fast allen Bundesländern.
GIVE – eine Servicestelle für Gesundheitsbildung im Österreichischen Jugendrotkreuz (ÖJRK) arbeitet mit den Ausbildungsstätten eng zusammen, und bietet Fact Sheets, Folder, Info-Pakete, etc. zu relevanten Themen für die tägliche Arbeit in den Schulen (z.B. Bewegung, Spiel und Sport mit und ohne Handicap im integrativen Schulsport).
GIVE-folder (pdf)
Die Sportakademien (früher: Bundesanstalten für Leibeserziehung) in Wien, Linz, Graz und Innsbruck bieten eine große Auswahl an Weiterbildung in allen Sportarten sowie eine eigene Sportlehrerausbildung an. In dieser Ausbildung müssen die Studierenden mindestens zwei Spezialfächer aus einem großen Angebot auswählen, z.B. Tennis, Basketball, Bewegung und Sport in der Schule und eben auch Behindertensport, etc.
Weiters kann man eine Lehrwarte- oder Trainerausbildung in fast allen Sportarten absolvieren, u.a. auch die:
Ausbildung zum staatlich geprüften Lehrwart für Behindertenskilauf
Diese staatlich anerkannte Lehrwarteausbildung für Behindertenskilauf – für Amputierte, Blinde und Sehbehinderte, Menschen mit cerebraler Parese und Rollstuhlsportler/innen – wurde entwickelt, um Trainer(inne)n, Lehrer(inne)n und sonstigen Mitarbeiter(inne)n, die Kindern, Jugendlichen oder Erwachsenen sowohl im Breiten- als auch Leistungssport den Behindertenskilauf vermitteln wollen.
Ausbildung zum staatlich geprüften Lehrwart für Behindertensport (für Körper- und Sinnesbehinderte, sowie für Mentalbehinderte)
Diese staatlich anerkannte Lehrwarteausbildung für Behindertensport für Menschen mit Amputationen, Sehbehinderungen, cerebraler Parese, und mentaler Behinderung ist eine spezielle Ausbildung für Lehrer/innen, Trainer/innen oder sonstige interessierte Menschen, die die Qualifikation als spezielle/r Sportlehrer/in für Sommersportarten in Schulen, Sportvereinen oder (Tages-)Behinderteninstitutionen erwerben wollen.
Weitere interessante links
Schule.at
Bewegung& Sport in den Schulen Österreichs
Integration Österreich
Bidok: behindertenintegration - dokumentation
Sonderpädagogisches Netzwerk
Lehrerweb
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